Die Werkreihe Licht-Bilder konfrontiert mit der Kollision zweier Blickordnungen: mit der einen, dem zielgerichteten Sehen, werden Tafelbilder normalerweise betrachtet. Ihre eingeübten Rezeptionsmuster müssen abgelegt werden, um eine zweite, absichtslose Art des Sehens zu ermöglichen. Ins Bild integrierte LED-Balken senden hochfrequente Lichtimpulse aus und eröffnen durch den sogenannten „Nachzieheffekt“ von Netzhaut und Gehirn der betrachtenden Person Überraschendes: Der ungewohnte „schwebende“ Blickmodus lässt sie plötzlich Wörter wahrnehmen, die hologrammartig im Raum stehen. Etwa hundert Begriffe verweisen auf Ordnungsmuster, die unser Wissen bestimmen und zitieren bewusst gewählte Diskursfelder.
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