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Anlässlich der aktuellen Ausstellung sind in der Galerie Lisi Hämmerle Objekte, Zeichnungen, Fotografie- und Videoarbeiten der Künstlerin Ulrike Lienbacher zu sehen. Der Körper als Spiegel, sowohl soziokultureller, als auch subjektiver Vorstellungen und Regeln stellt dabei den thematischen Ausgangspunkt dar. Die mit klaren Umrisslinien, oftmals fragmentarisch abgebildeten Frauenkörper, widmen sich innerhalb Lienbachers graphischen Werken rituellen Handlungen der Reinigung sowie des Beschmutzens u nd schwanken dabei zwischen körperlicher Lust und deren Bändigung. Ebenso finden sich Themen wie die Kontrolle und Formbarkeit des Leibes durch sportliche Betätigung sowie die symbolische Dressur des Haares innerhalb der stets neu arrangierten Zeichnungen.Die Videoarbeit ?Will" zeigt den gleichnamigen Protagonisten, der einen Hula Hoop Reifen schwingt. Dabei scheint sich der junge Mann in einer prekären Situation aus Freude an der Balance und konzentrierter Anstrengung zu befinden.Von der Künstlerin aus Gießharz gefertigte ?Hula Hoop"- Reifen lehnen, stehen und liegen, wie eben verlassen im Raum. Die Unmöglichkeit ihrer Verwendung lässt sie zu Fetischen des Körperkultes werden.Der Titel der Ausstellung ?Das dritte Bild" bezieht sich auf ein Zitat des Soziologen und Kulturtheoretikers Klaus Theweleit. Bilder, die wir wahrnehmen erscheinen in unseren Köpfen, geprägt durch unser eigenes, situiertes Wissen. Gleichzeitig wirken sie selbst dann fort, wenn ihre Gegenwart nicht bewusst ist und formen uns. Ebenso verhält es sich mit den gesellschaftlichen Normen, Verhaltensweisen und Mustern, welche sich auch im Umgang mit unseren Körpern zeigen. Wir erfahren sie, eigenen sie uns an und werden wiederum durch sie geprägt.
Evelyn Klammer
Kunsthistorikerin
"Das dritte Bild" ("The third Picture")
Ulrike Lienbacher
Opening: Thursday, 2nd of August, 8 p.m., Lisi Hämmerle Gallery
Introducing words: Rudolf Sagmeister, curator at Kunsthaus Bregenz.
Last day of the exhibition: 1st of september 2007. On the occasion of the current exhibition in the gallery Lisi Hämmerle Ulrike Lienbacher is showing objects, drawings, photography and videoworks.
The body as a mirror of sociocultural and subjective conceptions represents the thematic starting point. In Lienbachers graphic works the women`s bodies are often depicted fragmentary, with clear contours. They attend to ritual actions of purification and contamination and vary from physical lust to it`s taming. Within the constantly newly arranged drawings there are also found topics like control and formability of the body by means of sporting ambitions as well as the symbolic dressage of hair.The video "Will" shows its protagonist swinging a hula hoop. The young man seems to be in a precarious situation between joy at balance and focused effort. "Hula hoops" made of resin are leaning, standing and lying about the room, as if just abandoned. The impossibility of their usage makes them fetishes of the body cult. The title of the exhibition "Das dritte Bild" ("The third Picture") alludes to a quotation of the sociologist and cultural theoretician Klaus Theweleit. The pictures we percieve appear in our heads affected by our own situated knowlege. At the same time they continue to act on us and form us even when we aren`t aware of their presence.The same is true for social norms, attitudes and patterns that also show in the way we handle our bodies.We experience them, appropriate them, are definded and affected by them.
Evely Klammer
Art historian
6 p.m. at Kunsthaus Bregenz: opening of the KUB- billboard made by Ulrike Lienbacher. Open until the 30th of september 2007.
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