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Michael Kienzer
Rainer Splitt
Nita Tandon
Gerold Tagwerker
Skulptur_2
21.11. bis 23.12.2009
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| 1) Michael Kienzer, o.T. 2009, 2) Rainer Splitt, o.T.,2009 3) Nita Tandon, o.T. 2009, 4) Gerold Tagwerker, Multiple_spy 2008 |
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| 1997 war die erste Ausstellung in der Galerie, damals noch im ersten Obergeschoß, mit Michael Kienzer, Rainer Splitt, Gerold Tagwerker und Nita Tandon. |
| War damals die Ausstellungsthematik der Malerei gewidmet, steht heute die Skulptur im Vordergrund, und lässt den oft diskutierten erweiterten Skulpturenbegriff offen. Allen Künstlern gemeinsam in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung ist das thematisieren von Begriffen wie Raum, Zeit, Fläche und Verdichtung. |
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Michael Kienzer, Ansicht Galerie Lisi Hmmerle 2009 |
Michael Kienzer
1962 in Steyr geboren, lebt in Graz und Wien, ist Träger des Otto Mauer-Preises, lehrte 2005/2006 als Gastprofessor für Kunst und kommunikative Praxis am Institut für Bildende und Mediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, studierte von 1977 - 1981 an der Kunstgewerbeschule Graz bei Josef Pillhofer Bildhauerei. Skulptur „Maschine“. Michael Kienzers lapidare Interventionen, die mit den Mitteln des Raumes arbeiten, das Wirken physikalischer Kräfte verschieben und konzentrieren, stören und verändern so scheinbar unverrückbare Strukturen des Ortes. Biografie> |
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Rainer Splitt, Ansicht Galerie Lisi Hmmerle 2009
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Rainer Splitt
1963 in Celle, Deutschland geboren, lebt in Berlin, studierte von 1984-91 an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig, der Ecole des Beaux Arts in Nimes und der School of Visual Arts in New York (MFA). Rainer Splitt versucht in seinen Arbeiten dem Verhältnis von Bild, Farbe, Träger und Betrachter auf die Spur zu kommen. Farbe (Pigment, Kunstharz, Polyurethan) als Materialträger. In seinen Bodenarbeiten „Farbgüsse“ oder in Farbe getauchte Tafeln (zum Herumtragen und Abstellen) und Kuben aus unterschiedlichen Materialien (Wandmontage) lassen Grundfragen von Bildhauerei, Malerei, von Bildaneignung und –verlust zu. Biografie> |
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Gerold Tagwerker "multiple.spy" 2007, Ansicht Galerie Lisi Hmmerle 2009 |
Gerold Tagwerker
1965 in Feldkirch geboren, lebt seit 1989 in Wien. Von 1983-89 Studium an der Hochschule Mozarteum in Salzburg, Malerei. Sein 2007 entstandenes „multiple spy“ besteht aus 13 Überwachungsspiegeln, welche man aus öffentlichen Räumen – von der Garagenausfahrt bis hin zum Supermarkt - kennt und als konvex geformte Rundspiegel ein weitwinkeliges Spiegelbild ihrer Umgebung wiedergeben. Montiert auf einer Stange werden die Spiegel zum freistehenden Objekt. Durch das Reflektieren ihres gesamten räumlichen Umfeldes suggeriert das „multiple spy“ als Skulptur totale Kontrolle und Überwachung, da es tatsächlich jede Ecke des Raumes einsehen lässt. Biografie> |
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Nita Tandon, Ansicht Galerie Lisi Hmmerle 2009 |
Nita Tandon
1959 in Indien geboren, von 1975-78 Stidium Englische Literatur, B.A., an der Delhi University, von 1979-80 Kunstgeschichte in Wien, von 1980-86 Mkl. Maria Lassnig, Hochschule für angewandte Kunst. 1992 Staatsstipendium, 1993 1. Preis, Römerquelle-Wettbewerb für Graphik- 1997-05 Assistentin von Prof. Bernhard Leitner, seit 2005 Assistetin von Prof. Erwin Wurm, Universität für angewandte Kunst, Wien Biografie> |
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| Nita Tandons <Daktylogramm> sieht aus wie ein Gemälde, das nach der stark verpixelten Fotografie eines Fingerabdrucks gemalt wurde. Zumindest an der Vorderseite. Betrachtet man die vielen kleinen Plastilinquadrate, die gegen die Glasscheibe gedrückt wurden genauer, so erkennt man, dass die Hinterseite die eigentliche Vorderseite ist. Tausende Plastilinquadrate, die gar keine Quadrate sein können, wurden auf eine Glasscheibe gedrückt. Auf jedem einzelnen Plastilinklumpen hat die Künstlerin dabei ihren Fingerabdruck hinten hinterlassen. Oder vorne? Denn die Rückseite der Vorderseite ist die Vorderseite der Rückseite der Vorderseite. Oder umgekehrt. Schon bemerkt man, dass man in einer Schleife gefangen ist, sobald man sich festgelegt hat. Und um dieses definitorische Spiel geht es in den Plastilinarbeiten Nita Tandons. Die Vorstellung des Flachen, Plattgewalzten (Roadroller, 2005), des Mahlvorgangs (Milling Machine, 2008) oder des Fingerabdrucks (<Daktylogramm> 2009) sowie das vermeintliche Erkennen eines Sujets machen uns bewusst, dass die Zuordnungen abstrakt/gegenständlich oder Skulptur/Malerei von uns getroffen werden. Nita Tandons Plastilinarbeiten sind das, was sie sind, durch das, was sie nicht sind. Das Dilemma der Definition, der Zuordnung, ist das Dilemma des Betrachters. Daniel Wisser |
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