Yussuf/Cermak
  Biografie Katharina Olschbauer
Biografie Lorenz Helfer
  Katherina Olschbaur - Lorenz Helfer
26. Mai – 19. Juni 2007
Mi – Sa 10:00-12:00 und 15:00-19:00

 
           
   

Eröffnung
Samstag, 26. Mai, 20 Uhr 2007

 
         
   

Katherina Olschbaur
Während ihres 4-monatigen Aufenthaltes in Israel wohnte und arbeitete Katherina Olschbaur in verschiedenen Hotels in Jerusalem. In ihrem Konzept von den „7 Leben des Yussuf II“, nimmt sie Bezug auf Else Lasker Schülers Werk, in dem die Schriftstellerin das fiktive Land Theben entwirft, es verherrlicht und ausschmückt. Else Lasker-Schüler selbst wird jedoch eine wirkliche Heimat verwehrt, sie bleibt im Exil, auch in ihrem letzten Aufenthaltsort Jerusalem.
Katherina Olschbaur findet sich selbst in der Rolle „Yussuf II wieder. Sie verwendet die Hotelzimmer als Bühne. Jedes Zimmer ist Schauplatz eines rauschenden Festes.
Die Künstlerin zeigt in der Ausstellung Objekte - Momentaufnahmen - dieser 7 Feste, in Glas festgehalten.
Am 23. Februar erhielt ich eine E-Mail der Künstlerin, aus der sich ein erstes Ideen- Konstrukt abzeichnete, welche ich hiermit auszugsweise weitergeben darf:

„……das philosophische Projekt beschreibt ein Leben im Exil, in dem die Räume immer provisorisch bleiben. Die 7 Leben des Prinzen Yussuf sind also jeweils Dokumente oder Entwürfe von 7 Nächten in den besten und teuersten Hotels, die nicht umsonst "dream resorts" genannt werden. Der Traum einer Heimat erfüllt sich immer nur für eine Nacht, in der gefeiert wird, als ob es die einzige und letzte Nacht des Lebens wäre. Sie sind Dokumente eines Lebens, das sich unmittelbar preisgibt und erfüllt, weil es keine andere Sicherheit kennt. Dazu kam mir dann die Idee für unsere Ausstellung. Ich wünsche mir, dass wir im Rahmen der Ausstellung ein Hotelzimmer mieten, eine Suite, - in einem Hotel der Stadt - und dort ein riesiges orientalisches Fest zu Ehren Yussufs feiern- des Eigentlichen - Else Lasker Schülers, - (mein Yussuf ist nur eine Auffassung) . Dort wird die ganze Nacht gefeiert, gespielt, getrunken, es gibt Musik, wir laden alle Leute ein, alle Freunde, auch wenn sie in New York oder Kuala Lumpur wohnen. Es wird ein grandioses dekoriertes Fest des Rausches, der Inszenierung, und es wird unvergesslich und verrückt!“

Dieses Fest werden wir zur Festspielzeit in Bregenz organisieren, Ort und Zeitpunkt sind
noch unklar.
Lisi Hämmerle

Lorenz Helfer
„…Aus der Arbeit entwickelte sich ein Gedanke: wie wäre es, einem Romantautor gleich, eine Figur zu erfinden, von der ich mit den Mitteln der Malerei erzähle? Seit einem Jahr nun sammle ich Gegenstände, kleine Geschichten, mache mir täglich, wenn ich mich durch die Stadt bewege, Notizen. Einen Stapel Zeichnungen habe ich bereits und, was mir das Wichtigste ist, kleine Skulpturen, die mein „Held“ verfertigt hat. Mein „Held“ ist ein Erfinder. Seine Arbeit widmet sich allein einem Problem. Er ist überzeugt, dass überall wo er sich befindet und in jeder Situation ein Grundgeräusch herrscht.
Die gezeigte Arbeit stellt verschiedene Situationen aus seinem Leben dar. Sein Name ist Gustav Cermak. Was seinen Namen betrifft, hatte ich nie Zweifel, er steht auf der Tür der Wohnung in Wien Meidling, die ich gemietet habe – ich teile also mit meiner Figur das Quartier.“
Lorenz Helfer

 

 


 
 
Mittwoch bis Freitag, von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 – 12 und 14 – 16 Uhr und nach tel. Vereinbarung.
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